„Magic Cleaning“ von Marie Kondo

Ich habe zwei Probleme in Sachen Bücherauswahl:

  1. Ich liebe Ratgeber
  2. Ich lasse mich von Titeln total einlullen und kaufe ohne Leseproben zu machen

Ergebnis? Ich habe mir schon wieder ein Buch gekauft, das so schlecht zu mir passt, dass ich es nicht zu Ende lesen wollte.

Mein persönlicher Anspruch war ja immer der, dass ich alle Bücher, die ich anfange, zu Ende lese. Es hat etwas gedauert, aber glücklicherweise habe ich irgendwann verstanden, dass ich niemandem etwas beweisen muss. Und ich schaue ja auch keine schlechten Filme zu Ende, warum also mit Büchern meine Zeit verschwenden, die mich nerven?

Hier ein kleiner Einblick in meinen Fehlkauf.

Alltagsträumer - Magic Cleaning

Wie richtiges aufräumen Ihr Leben verändert

Lustig ist schon mal, dass ich wahrscheinlich zu den ordentlichsten Menschen gehöre, die ich kenne. Ich habe schon als Kind immer mein Spielzeug weggeräumt, wenn ich mit dem Spielen fertig war und so mach ich es auch heute noch. Nur eben mit Klamotten und anderem Kram. Ganz wichtig, sich dann einen Ratgeber übers Aufräumen zu kaufen.

Wieso habe ich das Buch nun trotzdem gekauft? Wie gesagt, ich liebe Ratgeber und habe offensichtlich auch einen Hang zum Perfektionismus. Außerdem steht im Titel „Magic“, das hat mich sowieso überzeugt 😉 Nein, Spaß beiseite, ich dachte einfach, ich könnte noch etwas dazu lernen.

Aber alles was ich beim Lesen von „Magic Cleaning“ gelernt habe, ist, dass ich mir weniger Ratgeber kaufen sollte, schon gar nicht, wenn mich das Problem eh nicht betrifft.

Marie Kondo schreibt in Ihrem Buch über ihren extremen Hang zum Aufräumen, wie sie schon als Kind ein (für meinen Geschmack) zwanghaftes Verhalten an den Tag gelegt und die Wohnung ihrer Eltern aufgeräumt hat, während andere Kinder gespielt haben. Nun hat sie sich in Japan damit selbstständig gemacht, anderen Leuten das Aufräumen beizubringen. Ohne vorurteilbehaftet zu klingen, aber in Deutschland hätte ihre Selbstständigkeit wahrscheinlich keine Zukunft gehabt.

Und was ist nun so magic, dass man es in Form eines Buches verkaufen kann? Hier musste ich tatsächlich bis zur Hälfte des Buches durchhalten, weil ich doch ein wenig neugierig war. Tja, die magische Formel iiiiiist:

Alles braucht einen festen Platz.

Jau, ich war auch schockiert. Das ist tatsächlich so ziemlich die Kernaussage dieses Buchs. Die Theorie: man muss in seinem Leben nur ein einziges Mal aufräumen und anschließend nie wieder. Denn bei diesem einen Mal legt man für alles einen Platz fest und legt die Sachen nach der Verwendung einfach wieder an diesen Ort zurück. Verrückt.

Dass das nur in der Theorie funktioniert, weiß jeder der sich schon mal mit seinem Göttergatten über die Unterbringung seiner schmutzigen Socken unterhalten hat. Zugegeben, vielleicht definieren manche den festen Platz für schmutzige Wäsche immer neben dem Bett und nicht im Wäschekorb. Dann wäre die Theorie ja bestätigt.

Fazit

Dieses Buch braucht kein Mensch. Der Schreibstil ist sowieso recht gewöhnungsbedürftig, da er genau so klingt, wie jemand spricht, der hauptberuflich aufräumt. Und nur weil wir beim Einzug feste Plätze für unsere Sachen festlegen, heißt das leider noch lange nicht, dass wir die Dinge dort auch wieder ablegen.

Für mich also ein absoluter Fehlkauf. Das optimale Geschenk fürs Schrottwichteln. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, findet das Buch auf amazon für 9,99 € oder auf medimops für aktuell 6,31 €.

Habt ihr es gelesen? Lasst mir unbedingt Eure Meinung dazu da!

Viele Grüße

Eure Tabea

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