„Totholz“ von Ralf Kramp

Ich wusste überhaupt nicht, dass ich Eifelkrimis besitze (daran könnte man erkennen, dass ich vielleicht zu viele Bücher und keinen Überblick mehr habe) aber am Ende war ich froh darüber.

Da meine Familie mütterlicherseits aus der Eifel stammt, sagen mir die einen oder anderen Ortschaften auch etwas, sodass ich gespannt war, ob ich in „Totholz“ auch etwas wieder erkenne. Und tatsächlich waren mir alle Gefühle, die Jo über das Leben in der Eifel hat, sehr bekannt.

Die Eifel

Die Eifel ist wie eine andere Welt, besonders für jemanden, der in einer Großstadt wie Berlin aufgewachsen ist. Jeder kennt jeden und wenn man jemanden noch nicht kennt, wird man dir früher oder später alles über ihn erzählen. Jeder spricht über jeden und wer nicht mit spricht, über den wird gesprochen. Wer positiv heraus sticht, fällt gleichzeitig negativ auf. Das Leben in einem Eifeler Dorf ist wie Social Media in Echt.

Alltagsträumer - Totholz

Die Story

In dieser Welt findet sich Jo Werner wieder, nachdem er den Großteil seines Lebens durch die Welt gereist ist. Als neuer Besitzer des Bauernhofes seiner Eltern versucht er sich als Lebensgefährte und Stiefvater eines pubertierenden Mädchens zu beweisen und ist ständig auf der Suche nach dem nächsten Coup, der ihn über den nächsten Monat bringen soll.

Als eine Amerikanerin aus dem Dorf tot aufgefunden wird, muss Jo aktiv werden. Kurz vor ihrem Tod hatte sie mehrfach versucht ihn anzurufen, um ihm einen wichtigen Fund zu zeigen. Doch dazu ist es nie gekommen und Jo quält die Frage, ob er ihren Tod hätte verhindern können.

Nach und nach verdächtigt Jo auch enge Bekannte und gerät selbst bei der Polizei unter Verdacht, etwas mit dem Tod der Amerikanerin zu tun zu haben. Für Jo beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der will den wahren Mörder finden, bevor die Polizei falschen Indizien folgt und Fehler macht. Und er muss rechtzeitig zum Abendessen zuhause sein.

Meine Meinung

„Totholz“ ist ein wirklich guter Krimi, spannend aber auch nicht zu hektisch, vom Tempo eben sehr an das Eifeler Dorfleben angepasst und doch fesselnd. Er passt gut in die Reihe der Eifelkrimis, hinkt keinesfalls hinterher, ein Fitzek ist es aber eben auch nicht. Von mir gibt es 3 von 55 Sternen für die gute Unterhaltung und wegen der ein zwei Klischees, die etwas zu viel des Guten waren.

Habt ihr schon mal einen Eifelkrimi gelesen? Wie steht ihr zu dem Leben in der Eifel?

Lasst mir gerne Euer Feedback zu „Totholz“ da und teilt mir Eure Wünsche zum nächsten Blogpost mit!

Liebe Grüße

Eure Tabea

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